Informationen zum Unternehmen
Name ASML
Website https://www.asml.com/en
Konflikte
Kurzbeschreibung Die ASML (Advanced Semiconductor Materials Lithography) hat ihren Sitz in den Niederlanden und ist auf die Herstellung von Lithographiesystemen für die Halbleiterindustrie spezialisiert, die besonders zur Herstellung von leistungsstarken Mikrochips verwendet werden. Die Systeme des Unternehmens werden weltweit von führenden Chipherstellern eingesetzt.
mangelnder Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten

Die Corporate Human Rights Benchmark (CHRB, herausgegeben von der World Benchmarking Alliance) analysiert die Menschenrechtsstandards von rund 100 führenden Unternehmen aus fünf Hochrisiko-Sektoren. Der Gesamtscore von ASML betrug im Jahr 2026 36,2 von möglichen 100 Punkten.

Ein derart niedriger Gesamtscore weist auf unzureichende Regelungen und Strukturen zum Schutz von Menschenrechten innerhalb des Unternehmens hin. Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) schreiben Unternehmen jedoch die Verantwortung zu, Menschenrechte zu respektieren („responsibility to protect“). Die Unternehmen sind aufgefordert, ihrer Sorgfaltspflicht nachzukommen, um negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte zu vermeiden, zu verringern oder auszugleichen, auch und gerade entlang ihrer Lieferkette.

Besonders schwerwiegend waren die Defizite von ASML in den Messbereichen A ("policy commitments") mit einem Score von 25, B ("board-level accountability") mit einem Score von 0, C ("embedding respect for human rights into culture and management systems") mit einem Score von 24,1 und D ("human rights due diligence") mit einem Score von 33,3 ausgeprägt. Ein Bereich erhält einen Score von 0, wenn keine Belege für die Erfüllung der geforderten Elemente gefunden werden konnten.

Ausgehend von der Methodik der CHRB zeigt das schlechte Ergebnis in Bereich A, dass das Unternehmen seine Verantwortung, Menschenrechtsstandards zu achten, formell nicht klar genug anerkennt. Die starken Defizite in Bereich B weisen außerdem darauf hin, dass der Vorstand des Unternehmens die Bedeutung von Menschenrechtsstandards weder ausreichend hervorhebt, noch dafür sorgt, dass diese bei den Geschäftsaktivitäten des Unternehmens berücksichtigt werden. Der niedrige Score in Bereich C wiederum macht deutlich, dass im Unternehmen keine zufriedenstellenden Systeme und Prozesse verankert sind, um sicherzustellen, dass der Verantwortung, Menschenrechte zu achten, in der Praxis tatsächlich nachgekommen wird. Zuletzt bedeutet das schlechte Ergebnis in Bereich D, dass das Unternehmen keine ausreichenden Prozesse installiert hat, um seinen menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachzukommen. Es verfügt nicht ausreichend über Systeme, um in Echtzeit seine Aktivitäten auf mögliche menschenrechtliche Risiken zu überprüfen und bei Bedarf darauf zu reagieren. Dazu gehört auch, die Effektivität und Wirkung eventueller Maßnahmen zu überprüfen und transparent nach außen zu kommunizieren.
Liste der Unternehmen der Corporate Human Rights Benchmark (Stand: Mai 2026)

Anzahl laufender Anleihen 4
Anzahl beinhaltender Fonds 1.079
Fonds, die Aktien oder Anleihen des Unternehmens halten
ISIN des Fonds Name Bemerkung Gesamthöhe kontroverser Beteiligungen Höhe der Beteiligung in ASML
DE000A2DR1W1 APUS Capital Defence Fonds R
9.06%
5.26%
DE000A0YJME6 Aramea Aktien Select R
32.53%
9.16%
DE0009792283 Aramea Hippokrat
33.45%
7.58%
DE000A3DCAS4 ARAMEA METAWORLD R
11.21%
4.37%
DE000A0NEKF1 Aramea Strategie I
16.66%
2.87%
LU0360863863 ARERO - Der Weltfonds LC
13.75%
0.58%
LU2114851830 ARERO Der Weltfonds - ESG LC ESG-Fonds
9.54%
0.6%
AT0000803689 Arete PRIME VALUES Growth (EUR) (R) (A) FNG Siegelfonds, ESG-Fonds
4.66%
1.45%
AT0000973029 Arete PRIME VALUES Income (R) (A) (EUR) FNG Siegelfonds, ESG-Fonds
2.3%
0.5%
DE000A2DTLT5 ARISTOCRATS OPPORTUNITY
12.8%
3.09%

Die Erläuterungen zu den einzelnen Unternehmen basieren auf den jeweils zugrunde liegenden Quellen und entsprechen den dort angewendeten methodischen Ansätzen. Die Bewertung eines Unternehmens und seinen Aktivitäten hängt also maßgeblich von den verwendeten Indikatoren und Definitionen ab. Dies kann dazu führen, dass z.B. Ratingagenturen oder einzelne Anbieter zu anderen Bewertungen eines Unternehmens kommen als Faire Fonds.

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