Informationen zum Unternehmen
Name Coca-Cola Co
ISIN US1912161007
Website https://www.coca-colacompany.com/company
Konflikte
Erläuterung

Die Coca-Cola Company ist ein Getränkehersteller. Das Unternehmen besitzt oder lizenziert und vermarktet weltweit über 500 Marken alkoholfreier Getränke, vor allem Schaumgetränke und eine Reihe von stillen Getränken, wie z.B. Wasser. Zu den Marken gehören z.B. Coca-Cola, Diet Coke, Fanta und Sprite. Das Unternehmen vermarktet, produziert und verkauft Getränkekonzentrate, die als Getränkegrundstoffe bezeichnet werden, sowie Sirupe und fertige Schaum- und stille Getränke. Über Lizenzunternehmen wie z.B. Coca-Cola HBC (Schweiz) werden die Konzentrate der Coca Cola Company abgefüllt und die finalen Produkte hergestellt.

Arbeitsrechtverletzungen in der Lieferkette (Indonesien): 2018 veröffentlichte die IUF einen kritischen Bericht, in dem behauptet wird, dass die grundlegenden Arbeitnehmerrechte bei Coca-Cola Amatil (das zu 30,8 % im Besitz von Coca-Cola ist) in Indonesien bedroht seien. Als Reaktion auf die Gründung einer inländischen Gewerkschaft durch die Beschäftigten im März 2015 soll das Unternehmen deren Mitglieder schikaniert, ihre gewählten Führungskräfte entlassen und ihnen das Recht auf Tarifverhandlungen verweigert haben. Die CHRB vergibt 0,5 Punkte, da das Unternehmen zwar über die Nationale Kontaktstelle für multinationale Unternehmen der OECD in den USA mit den betroffenen Interessengruppen Kontakt aufgenommen hat, die hauseigenen Managementsysteme jedoch nicht überprüft wurden und bisher auch keine Abhilfen geleistet wurden.

Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette (Mexiko): 2017 beschuldigte das Medienunternehmen Univision Noticias den Coca-Cola Konzern, schlechte Arbeitsbedingungen und die Ausbeutung von Kindern in der PetStar-Anlage (einer Mülldeponie) in Mexiko zu übersehen. Kinder würden neben ihren Eltern arbeiten, um Müll zu sortieren und Plastikflaschen zu finden. Ebenso würden die auf der Mülldeponie arbeitenden Sammlern mit 0,05 USD pro Pfund Plastik entlohnt - dies wäre angeblich der niedrigste Preis, der innerhalb des Recycling-Netzwerks im Großraum Mexiko-Stadt gezahlt wird. Außerdem sollen bis zu 500 Familien ohne Strom und Trinkwasser auf der Anlage leben. In einem Menschenrechtsbericht 2016-2017 hat das Unternehmen angegeben, dass es nach diesen Vorwürfen einen dreistufigen Aktionsplan mit seinem lokalen Lieferanten PetStar entwickelt habe. Nun sind dem CHRB seitens Coca-Cola zwar Informationen zum vorliegenden Fall übermittelt worden, jedoch auf Geheiß der Nichtveröffentlichung. Da Coca-Cola in keiner anderen Weise auf die Unterstellungen reagiert hat, vergibt die CHRB 0 Punkte hinsichtlich des E(.)3 Indikators.

Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette (China): Eine Untersuchung des Wall Street Journal (WSJ) hat Zwangsarbeit in den Lieferketten großer westlicher Marken, darunter Bekleidungs- und Lebensmittelhersteller, festgestellt.Das WSJ zitiert Interviews mit einer Reihe von Arbeitern uigurischer Herkunft, die aus ihren Dörfern 'rekrutiert' und zur Arbeit in Fabriken gezwungen worden seien. Diese Rekrutierungsmaßnahmen gelten als Teil des Assimilierungsprogramms der chinesischen Regierung, das sich auf die Region Xinjiang konzentriert. Die CHRB vergibt 0 Punkte an Coca-Cola, da auf nur auf unzureichende Art und Weise auf die Unterstellungen reagiert wurde. Der Zulieferer Cofo Tunhe Co. reagierte, indem konstatiert wurde, dass die geschilderten Vorfälle sich nie ereignet hätten. Coca-Cola erklärt, dass von den Zulieferern verlangt würde, strengen Richtlinien zu verantwortungsvollen Arbeitsplätzen und Menschenrechten einzuhalten. Es liegen jedoch keine Belege dafür vor, dass sich Coca-Cola mit den betroffenen Stakeholdern auseinandergesetzt habe, noch die hauseigenen Managementsysteme einer Überprüfung unterworfen hätten.

Landraub in der Lieferkette (Kambodscha): 2018 reichten Bauern aus Kambodscha im Namen von 3.000 Menschen eine Klage ein, in der sie Asiens größtem Zuckerproduzenten Mitr Phol vorwerfen, sich ihr Land anzueignen und ihre Lebensgrundlage zu zerstören. Mitr Phol liefert Zucker an eine Reihe großer Lebensmittelmarken, darunter The Coca-Cola Company. Insgesamt sollen sich die Tochtergesellschaften von Mitr Phol, darunter auch die Angkor Sugar Company, etwa 9.430 Hektar Land und von der Gemeinde verwaltete Wälder in 26 Dörfern angeeignet haben, wodurch die Bewohner bis heute stark verarmt sind. Die CHRB vergibt 0 Punkte an Coca-Cola, da das Unternehmen weder eine öffentliche Reaktion auf die Unterstellungen gezeigt hat, noch nachweislich mit den betroffenen Stakeholdern in Verbindung getreten ist oder Abhilfen angeboten hat. Ebensowenig liegen Belege dafür vor, dass Coca-Cola seine Managementsysteme oder Beschaffungspraktiken im Lichte der Anschuldigungen und der Klage der kambodschanischen Bauern gegen Mitr Phol überprüft hat.

Coca-Cola gehört zu den größten Emittenten von Treibhausgasen, wie die Climate Action 100+ festgestellt hat. Die Initiative 'Climate Action 100+' ist ein Zusammenschluss von Investoren, die gemeinsam auf Unternehmen einwirken wollen, dass diese bis 2050 'net-zero' Emissionen erreichen. Die Investoren konzentrieren sich auf derzeit 166 Unternehmen aus 6 Sektoren. Die Unternehmen wurden ausgewählt, weil sie zusammen mehr als 80% der industriellen Emissionen weltweit verursachen und daher besonders bedeutsam für den Übergang zu einer emissionsfreien Wirtschaft und der Begrenzung der globalen Erwärmung um 1,5 Grad Celsius sind. Nach den Daten der CA100+ Initiative hat sich Coca-Cola aber keinerlei kurzfristige Reduktionsziele bis 2025 gesetzt. Dies ist jedoch notwendig, denn, wie der IPCC-Bericht von 2022 festhält: 'Die Welt blickt mehreren unausweichlichen Klimakatastrophen in den nächsten zwei Dekaden entgegen, auch wenn sich die Erde nur um 1,5 Grad C (2.7 Grad F) erwärmt. Selbst zeitweise Überschreitungen werden weitere katastrophale Folgen haben.' Jede einzelne Tonne weiterer Emissionen trägt zum Klimawandel bei, und deshalb müssen auch Unternehmen wie Coca-Cola jetzt ihren Teil dazu beitragen. 

Quellen Corporate Human Rights Benchmark 2019
Climate Action 100+
IPCC Presseerklärung, 28. Februar 2022
Anzahl laufender Anleihen 98
Anzahl beinhaltender Fonds 337
Fonds, die Aktien oder Anleihen des Unternehmens halten
ISIN des Fonds Name Bemerkung Gesamthöhe kontroverser Unternehmensbeteiligungen Höhe der Beteiligung in Coca-Cola Co
IE0032523478 iShares € Corp Bond Large Cap UCITS ETF EUR Dist
12.41%
0.59%
IE00B0M62Q58 iShares MSCI World UCITS ETF USD (Dist)
32.39%
0.42%
IE00B14X4M10 iShares MSCI North America UCITS ETF USD (Dist)
35.02%
0.59%
IE00B3DKXQ41 iShares € Aggregate Bond ESG UCITS ETF EUR (Dist) ESG-Fonds (lt. Lipper)
1.33%
0.14%
IE00B3ZW0K18 iShares S&P 500 EUR Hedged UCITS ETF (Acc)
37.88%
0.63%
IE00B40B8R38 iShares S&P 500 Cons Staples Sec UCITS ETF USD Acc
70.83%
10.31%
IE00B42YS929 iShares MSCI World GBP Hedged UCITS ETF (Acc)
32.4%
0.43%
IE00B441G979 iShares MSCI World EUR Hedged UCITS ETF (Acc)
32.42%
0.43%
IE00B4L5ZG21 iShares € Corp Bond ex-Financials UCITS ETF EUR D
18.97%
0.75%
IE00B4L60045 iShares € Corp Bond 1-5yr UCITS ETF EUR (Dist)
9.77%
0.24%