Informationen zum Unternehmen
Name Mercedes Benz Group
ISIN DE0007100000
Website https://www.daimler.com/de/
Konflikte
Kurzbeschreibung Die Mercedes Benz Group (ehemals Daimler AG) ist ein in Deutschland ansässiges Automobilunternehmen, das sich mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Pkw, Lkw und Transportern in Deutschland befasst und das Management des Daimler-Konzerns leitet.
Top-Emittent von Treibhausgasen

Mercedes Benz Group ist einer der größten Emittenten von Treibhausgasen weltweit. Nach den Daten der Climate Action 100+ Initiative bzw. der Transition Pathway Initiative (TPI) hat das Unternehmen aber keine angemessenen Ziele zur Reduktion seiner Treibhausgasemissionen ausgearbeitet. Unter Berücksichtigung der für das Unternehmen relevanten Emissionen (Scope 1, 2 und/oder 3) hat die TPI berechnet, dass weder die kurz- (bis 2025) noch die mittelfristigen Reduktionsziele (2026-2035) des Unternehmens an dem Pariser Ziel ausgerichtet sind, die Erderhitzung auf maximal 1,5° Celsius zu begrenzen.
Climate Action 100+ ist ein Zusammenschluss von Investoren, die gemeinsam auf Unternehmen einwirken wollen, dass diese bis 2050 'net-zero' Emissionen erreichen. Die Investoren konzentrieren sich auf derzeit 171 Unternehmen aus verschiedenen Industriesektoren. Die Unternehmen wurden ausgewählt, weil sie zusammen mehr als 80% der industriellen Emissionen weltweit verursachen und daher besonders bedeutsam für den Übergang zu einer emissionsfreien Wirtschaft und der Begrenzung der globalen Erwärmung um 1,5 Grad Celsius sind.
Climate Action 100+ (Stand: Oktober 2023)

mangelnde Transparenz zu Reaktionen bei Vorwürfen von Menschen- und Arbeitsrechtsverletzungen

Die Corporate Human Rights Benchmark (CHRB) listet drei schwerwiegende Vorwürfe von Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen auf, die Mercedes Benz angelastet wurden. Die CHRB hat die öffentlich kommunizierten Reaktionen von Mercedes Benz auf diese drei Vorwürfe geprüft und bewertet. Für zwei dieser Vorwürfe hat Mercedes Benz öffentlich weder Belege vorgelegt, dass es den jeweiligen Vorfall untersucht und angemessene Maßnahmen ergriffen hat, noch dass es mit den betroffenen Interessengruppen zusammengearbeitet hat, um Abhilfe zu schaffen oder daran mitzuwirken. Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) schreiben Unternehmen jedoch die Verantwortung zu, Menschenrechte zu respektieren. Von den Unternehmen wird erwartet, ihrer Sorgfaltspflicht nachzukommen, um negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte zu vermeiden, zu verringern oder auszugleichen. Eine öffentliche und transparente Kommunikation über diese Prozesse ist dafür ein wichtiger Schritt.

Im Einzelnen fehlten öffentlich zugängliche Belege dafür, dass Mercedes Benz mit den betroffenen Stakeholdern in Kontakt getreten ist, um die Ursache für die benannten negativen Auswirkungen zu ermitteln, noch dass es seine Managementstrukturen verbessert hat, um ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern (E2), noch dass es den betroffenen Stakeholdern Abhilfemaßnahmen angeboten und bereitgestellt hat, die dann als zufriedenstellend akzeptiert wurden (E3). Mercedes Benz erhält daher keine Punkte für die Indikatoren E2 und E3 (von zwei möglichen Punkten).

Die zwei schwerwiegenden Vorwürfe betrafen laut der CHRB:
Recht auf Sicherheit / Argentinien Mercedes Benz wurde vorgeworfen, für das Verschleppen von 15 Arbeiter*innen während der argentinischen Militärdiktatur verantwortlich zu sein.
Zwangsarbeit / China: Mercedes Benz gehört zu den Unternehmen, denen vorgeworfen wurde, Zulieferer zu nutzen, die mit Zwangsarbeit in China in Verbindung gebracht werden.
Liste der Unternehmen der Corporate Human Rights Benchmark (Stand: Januar 2023)

Waffenexporte an kriegführende Staaten

Die Daimler AG ist außerdem im Lieferzeitraum 2016-2021 direkt oder über Tochtergesellschaften an Rüstungsexporten an folgende Konfliktstaaten beteiligt:

Indonesien (innerstaatlich): Dieselmotoren
Saudi-Arabien (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Jemen): Dieselmotoren

Daten aus dem Projekt 'Arms Exporters Exit List' von Facing Finance; Veröffentlichung im Frühjahr 2023
Arms Exporters Exit List (Exitarms) von Facing Finance (Stand: April 2023)

Anzahl laufender Anleihen 13
Anzahl beinhaltender Fonds 491
Fonds, die Aktien oder Anleihen des Unternehmens halten
ISIN des Fonds Name Bemerkung Gesamthöhe kontroverser Unternehmensbeteiligungen Höhe der Beteiligung in Mercedes Benz Group
LU1311291493 Allianz Global MltAsst Sust Bal A-EUR ESG-Fonds (lt. Lipper)
11.54%
0.09%
LU1537446533 Allianz Global Multi Asset Sust Gro WT-USD ESG-Fonds (lt. Lipper)
15.85%
0.13%
LU0224473941 Allianz Stiftungsfonds Nachhaltigkeit A-EUR ESG-Fonds (lt. Lipper), Stiftungsfonds
7.3%
0.45%
DE0009797258 Allianz Strategiefonds Balance - A - EUR ESG-Fonds (lt. Lipper)
18.17%
0.19%
DE0009797282 Allianz Strategiefonds Stabilitaet - A - EUR ESG-Fonds (lt. Lipper)
8.33%
0.55%
DE0009797266 Allianz Strategiefonds Wachstum - A - EUR ESG-Fonds (lt. Lipper)
24.49%
0.28%
DE0009797274 Allianz Strategiefonds Wachstum Plus - A - EUR ESG-Fonds (lt. Lipper)
27.39%
0.31%
DE0008475062 Allianz Vermšgensbildung Deutschland - A - EUR ESG-Fonds (lt. Lipper)
23.94%
4.92%
DE000A12BRD6 Ampega Diversity Plus Aktienfonds P (a) ESG-Fonds (lt. Lipper)
13.01%
1.78%
FR0010458745 Amundi Actions Euro ISR P (C) ESG-Fonds (lt. Lipper)
26.07%
0.92%

Die Erläuterungen zu den einzelnen Unternehmen basieren auf den jeweils zugrunde liegenden Quellen und entsprechen den dort angewendeten methodischen Ansätzen. Die Bewertung eines Unternehmens und seinen Aktivitäten hängt also maßgeblich von den verwendeten Indikatoren und Definitionen ab. Dies kann dazu führen, dass z.B. Ratingagenturen oder einzelne Anbieter zu anderen Bewertungen eines Unternehmens kommen als Faire Fonds.

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