Informationen zum Unternehmen
Name Nestlé SA
ISIN CH0038863350
US6410694060
Website https://www.Nestlé.de/
Konflikte
Erläuterung

Nestlé S.A. ist der weltweit größte Nahrungsmittelkonzern. Zu den Produktkategorien des Unternehmens gehören Getränke mit und ohne Kohlensäure, Wasser, Milchprodukte und Speiseeis, Ernährungs- und Gesundheitsprodukte, Fertiggerichte und Produkte für die Küche, Süßwaren und Heimtierprodukte.

Menschen-, und Arbeitsrechtverletzungen in der Lieferkette (Türkei): 2019 veröffentlichte die New York Times einen Artikel über syrische Flüchtlinge, die unbegründete Lohnkürzungen hinnehmen mussten und zu exzessiven Arbeitszeiten gezwungen wurden. Die CHRB vergibt 0 Punkte hinsichtlich des E(.)3 Indikators, da keine Belege dafür vorliegen, dass das Unternehmen hinsichtlich direkt dieser Vorwürfe Bemühungen angestellt habe.

Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette (Elfenbeinküste): Nestlé wird von Global Exchange und dem International Labour Rights Fund vorgeworfen, Kakao von Lieferanten in der Elfenbeinküste bezogen zu haben, obwohl die Problematik der Kinderarbeit und des Menschenhandels bekannt war. Die Kläger, angebliche ehemalige Kindersklaven aus Mali, behaupteten, dass sie gefangen gehalten, geschlagen und zu langen Arbeitszeiten ohne Bezahlung gezwungen worden seien. Nestlé hat zwar seit 2013 neue Kontrollmechanismen zur Aufklärung und Bekämpfung von Kinderarbeit eingeführt, jedoch nicht mit den Betroffenen Kontakt aufgenommen oder ihnen Entschädigungen angeboten. Daher vergibt die CHRB nur 0,5 Punkte hinsichtlich des E(.)3 Indikators.

Menschen,- und Arbeitsrechtverletzungen in der Lieferkette (Indonesien): November 2016 veröffentlichte Amnesty International einen Bericht, der wegen Menschenrechtsverletzungen Vorwürfe gegen Großkunden des Palmölproduzenten Wilmar, darunter Nestlé, in ihrer Lieferkette in Indonesien erhebt. Diesen Zulieferern wird vorgeworfen, an Kinder- und Zwangsarbeit beteiligt gewesen zu sein und schlechte Arbeitsbedingungen zu schaffen. Zusätzlich zu Wilmar beschrieb Nestlé eigene Maßnahmen, um eine Wiederholung zu verhindern. Dazu gehören die Verbesserung der Rückverfolgbarkeit des gesamten Palmöls und die Sensibilisierung der Zulieferer für Arbeitsrechte. Sie arbeiten auch mit dem Forest Trust zusammen, um das Vorgehen der Zulieferer zu bewerten und Abhilfe zu schaffen. Über die Verbesserung der Managementsysteme hinaus habe Nestlé weder den Kontakt zu Betroffenen gesucht noch Abhilfen geleistet. Entsprechend vergibt die CRHB 0,5 Punkte hinsichtlich des E(.)3 Indikators.

Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette (Brasilien): Seit 2019 steht die Kaffeeplantage des Produzenten Helvecio Sebastiao Batista, der den Café Fazenda Cedro produziert, mit auf der von der brasilianischen Regierung zusammengestellten 'Dirty List'. Dies ist eine Liste mit den Unternehmen, die in Kinder- oder Sklavenarbeit verwickelt sind. Der Kaffee von der genannten Plantage hatte das Qualitätssiegeln von Nespresso erhalten und Kaffee für diese Marke geliefert. Explizit werden exzessive Arbeitszeiten und menschenunwürdige Hygiene in den Unterbringungen als Verstöße genannt. Zwar kappte Nespresso/Nestlé in Reaktion auf die Unterstellungen alle Geschäftsbeziehungen zu dem beschuldigten Zulieferer; jedoch liegen keine Belege dafür vor, dass Nestlé in Verbindung mit den Betroffenen getreten ist, Abhilfe angeboten oder Managementsysteme überprüft hat. Entsprechend vergibt die CHRB 0 Punkte hinsichtlich des E(.)3 Indikators.

Arbeitsrecht,- und Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette (Brasilien): Eine Inspektion einer brasilianischen Behörde beschuldigt Danone und DPA (ein Joint Venture zwischen Fonterra und Nestlé) der Komplizenschaft mit einem Geschäftsmann, der 28 Menschen in Schuldknechtschaft gehalten haben soll. Danone Brasil, Hersteller von Produkten wie Activia und Evian-Wasser, bestritt jegliche Beziehung zu dem Geschäftsmann und gab an, es werde sich gegen die Behauptung wehren, es sei mitschuldig. Obwohl die Unternehmen die Beziehung zu dem betroffenen Vertriebsunternehmen wegen Zwangsarbeit beendet haben, gibt es keine Beweise dafür, dass beide Unternehmen (DPA und Nestlé) mit den betroffenen Arbeitnehmern zusammengearbeitet haben. Zwar schrieben beide Unternehmen, dass Maßnahmen ergriffen wurden, um Zwangsarbeit zu beseitigen; Einzelheiten sind jedoch nicht bekannt. Auch wurden keine Abhilfen geleistet. Die CHRB vergibt 0 Punkte hinsichtlich des E(.)3 Indikators.

Arbeits-, und Menschenrechtsverletzungen in der Lieferkette (Malaysia): 2019 veröffentlichte Solidar Suisse einen Bericht, in dem der Einsatz von Zwangs- und Kinderarbeit in zwei Palmölplantagen im malaysischen Bundesstaat Sabah dokumentiert wird. Dem Bericht nach sind viele der Arbeiter auf den beiden Plantagen undokumentierte Migranten, die durch Schuldknechtschaft und Einbehaltung ihrer Ausweispapiere zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Außerdem wird berichtet, dass die Arbeiter von der Polizei mit Gewalt und möglicher Abschiebung bedroht worden seien. Zwar schreibt Nestlé, dass Menschenrechtsverletzungen und Kinderarbeit in der Lieferkette keinen Platz haben. Jedoch liegen keine Belege dafür vor, dass Nestlé sich mit den Betroffenen auseinandergesetzt hat, Managementsysteme im Hinblick auf die im Suisse Solidar-Bericht erhobenen Vorwürfe überprüft hat, oder dass den betroffenen Stakeholdern, die auf den Plantagen arbeiten, Abhilfen geleistet wurde. Die CHRB vergibt 0 Punkte hinsichtlich des E(.)3 Indikators.

Quellen Liste der Unternehmen der Corporate Human Rights Benchmark (Stand: April 2022)
Anzahl laufender Anleihen 2
Anzahl beinhaltender Fonds 383
Fonds, die Aktien oder Anleihen des Unternehmens halten
ISIN des Fonds Name Bemerkung Gesamthöhe kontroverser Unternehmensbeteiligungen Höhe der Beteiligung in Nestlé SA
LU2355200523 Amundi Index Glob Agg 500m ETF DR H GBP D
3.55%
0.01%
LU2367179335 DWS Invest Top Dividend CHF TFCH (P)
37.76%
2.6%
LU2369574541 Allianz Pet and Animal Wellbeing RT (H2-EUR)
3.85%
3.85%