Informationen zum Unternehmen
Name Airbus SE
ISIN NL0000235190
US0092791005
Website http://www.airbusgroup.com/int/en.html
Konflikte
Kurzbeschreibung Die Airbus Gruppe ist Europas größter Luft- und Raumfahrt- sowie zweitgrößter Rüstungskonzern. Zum Produktportfolio zählen u.a. militärische Flugzeuge (z.B. Eurofighter), kommerzielle Trägerraketen und Lenkflugkörper.
Top-Rüstungsproduzent

Das Unternehmen steht auf Rang 14 der Liste der größten Rüstungshersteller des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstituts (Sipri) des Jahres 2022. Airbus SE ist auch Anteilseigner der Rüstungsfirma MBDA, die SIPRI auf Rang 27 der größten Rüstungshersteller listet.
Sipri Top 100 Rüstungshersteller 2022

Waffenexporte an kriegführende Staaten

Airbus Group ist im Lieferzeitraum 2016-2021 direkt oder über Tochtergesellschaften an Rüstungsexporten an folgende Konfliktstaaten beteiligt:

Ägypten (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Ägypten): Militärflugzeuge
Brasilien (innerstaatlich): Militärflugzeuge, Militärhelikopter
Burkina Faso (innerstaatlich): Militärflugzeuge
Indien (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Pakistan und Indien): Militärflugzeuge, Militärhelikopter
Indonesien (innerstaatlich): Militärflugzeuge, Militärhelikopter
Katar (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Jemen): Militärhelikopter
Kuwait (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Jemen): Militärhelikopter
Mali (innerstaatlich): Militärflugzeuge, Militärhelikopter
Myanmar (innerstaatlich): Militärflugzeuge, Militärhelikopter
Saudi-Arabien (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Jemen): Militärflugzeuge, Militärhelikopter
Türkei (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Aserbaidschan, Libyen, Syrien und der Türkei): Militärflugzeuge
Ukraine (innerstaatlich): Militärhelikopter
Vereinigte Arabische Emirate (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Jemen): Militärflugzeuge, Militärhelikopter, Satelliten

Darüber hinaus ist Airbus Group an folgenden Joint Ventures oder Konsortien beteiligt:

MBDA (bestehend aus: BAE Systems, Leonardo und Airbus Group):
Ägypten (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Ägypten): Raketen
Brasilien (innerstaatlich): Raketen
Indien (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Pakistan und Indien): Raketen
Indonesien (innerstaatlich): Raketen
Irak (innerstaatlich): Panzerabwehrwaffensysteme, Raketen
Katar (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Jemen): Kampfflugzeuge, Marinewaffensysteme, Raketen
Kuwait (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Jemen): Raketen
Pakistan (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Indien und Pakistan): Raketen
Saudi-Arabien (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Jemen): Raketen, Raketensysteme
Vereinigte Arabische Emirate (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Jemen): Raketen

Sofema (bestehend aus: Dassault Aviation Groupe, Naval Group, Nexter, Renault Trucks, Safran, Thales und Airbus Group):
Kamerun (innerstaatlich): Kriegsschiffe

Eurofighter Jagdflugzeug GmbH (bestehend aus: BAE Systems, Leonardo und Airbus Defence and Space):
Katar (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Jemen): Kampfflugzeuge
Kuwait (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Jemen): Kampfflugzeuge
Saudi-Arabien (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Jemen): Kampfflugzeuge

NH Industries (bestehend aus: Fokker Technologies, Leonardo Helicopters und Airbus Helicopters Inc):
Katar (beteiligt an Konflikten oder Kriegen in Libyen und Jemen): Militärhelikopter

Daten aus dem Projekt 'Arms Exporters Exit List' von Facing Finance; Veröffentlichung im Frühjahr 2023
Arms Exporters Exit List (Exitarms) von Facing Finance (Stand: April 2023)

Auf der Blacklist des Norwegischen Pensionsfonds

2005 wurde das Unternehmen, seinerzeit noch EADS, vom Norwegischen Pensionsfonds wegen der Produktion von Atomwaffen ausgeschlossen. EADS war zum einen an der Entwicklung der M-51 Interkontinentalrakete beteiligt und hielt zum anderen 37,5% der Anteile am Konsortium MBDA, das die ASMP-A Rakete produzierte.
Ausschlussliste des Norwegischen Pensionsfonds (Stand September 2023)

Schmutzige Profite

Das Unternehmen Airbus wurde im Dirty Profits 9 Report von Facing Finance zum Thema „How much pain for corporate gain?“ wegen seiner menschenrechtsverletzenden Aktivitäten im Rüstungssektor untersucht.
Mit der Intervention einer sunnitisch geprägten Koalition unter Führung Saudi-Arabiens im März 2015 wurde der seit 2004 andauernde Huthi-Konflikt im Jemen zu einem Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und Saudi-Arabien, der von zahlreichen europäischen Staaten unterstützt wird. Neben den USA sind die europäischen Länder Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien die Hauptlieferanten der saudischen Koalition und zeichnen sich insbesondere für die Lieferung von Militärflugzeugen und Bomben verantwortlich. Diese Lieferungen erfolgen trotz Informationen, dass Angriffe mit diesen Waffen auf zivile Ziele das humanitäre Gewohnheitsrecht und das humanitäre Völkerrecht verletzen und gegen grundlegende Prinzipien des Rom-Statuts verstoßen.
Airbus Defense and Space GmbH Spanien und Deutschland haben nach Schätzungen von Jemen Forensic Architecture etwa 71 Eurofighter Typhoon, 67 Tornados und eine unbestimmte Anzahl von MRTT-Tankflugzeugen geliefert.
Dirty Profits 9 (Stand: Mai 2022)

Anzahl laufender Anleihen 0
Anzahl beinhaltender Fonds 209

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