Informationen zum Unternehmen
Name General Motors Co.
Website http://www.gm.com/index.html
Konflikte
Kurzbeschreibung General Motors ist ein US-amerikanischer Automobilkonzern.
Top-Emittent von Treibhausgasen

General Motors ist einer der größten Emittenten von Treibhausgasen weltweit.
Nach den Daten der Climate Action 100+ Initiative bzw. der Transition Pathway Initiative (TPI) hat das Unternehmen sich zwar die Zielvorgabe gegeben, bis 2050 klimaneutral zu sein. Aber seine veröffentlichten mittel- und langfristigen Reduktionszielen für seine Emissionen (2029-2035 bzw. 2036-2050) sind trotzdem nicht mit dem Pariser Klimaziel vereinbar.
Unter Berücksichtigung der für das Unternehmen relevanten Emissionen (Scope 1, 2 und/oder 3) hat die TPI die veröffentlichten Pläne des Unternehmens für einen Übergang in eine emissionsarme Wirtschaft analysiert.
Climate Action 100+ ist ein Zusammenschluss von Investoren, die gemeinsam auf Unternehmen einwirken wollen, dass diese bis 2050 'net-zero' Emissionen erreichen. Die Investoren konzentrieren sich auf derzeit 169 Unternehmen aus verschiedenen Industriesektoren. Die Unternehmen wurden ausgewählt, weil sie zusammen mehr als 80% der industriellen Emissionen weltweit verursachen und daher besonders bedeutsam für den Übergang zu einer emissionsfreien Wirtschaft und der Begrenzung der globalen Erwärmung um 1,5 Grad Celsius sind.
Climate Action 100+ (Stand: Oktober 2025)

Waldverlust und Klimawandel

General Motors wurde als führender Hersteller und Einzelhändler von Leder und Gummi in die Forest 500-Liste aufgenommen und außerdem aufgrund seiner Geschäftsaktivitäten in Bezug auf Papierverpackungen bewertet, weil das Geschäftsmodell des Unternehmens die Entwaldung maßgeblich vorantreibt und es zu geringe Verpflichtungen eingeht, um die daraus resultierenden Schäden zu minimieren. So erfüllt das Unternehmen nur 23,1 % der Kriterien von Forest 500 und wird somit in unsere Datenbank aufgenommen. Bewertet werden der unternehmensweite Ansatz zur Vermeidung von Entwaldung (1), die Stärke und Reichweite der entsprechenden Verpflichtungen (2), der Umgang mit entwaldungsbedingten Menschenrechtsrisiken (3), die Umsetzung der Verpflichtungen in Kriterium 2 und 3 entlang der Lieferkette (4) sowie die Transparenz bei der Fortschrittsberichterstattung und die Existenz von Verifikationsprozessen dieser Berichterstattung (5). Unbeschränkte Entwaldung ist nicht akzeptabel, denn Wälder erfüllen zentrale Funktionen in unserem Erdsystem: Sie filtern Luft und Wasser, stabilisieren das Klima und verhindern Erosion. Ihre biologische Vielfalt und ihr Artenreichtum kennen keine Grenzen. Sie beherbergen 60.000 verschiedene Baumarten und sind Lebensraum für 80 % der Amphibienarten, 75 % der Vogelarten und 68 % der Säugetierarten.
Forest 500 von Global Canopy (Stand: Mai 2026)

mangelnder Schutz von Menschen- und Arbeitsrechten

Die Corporate Human Rights Benchmark (CHRB, herausgegeben von der World Benchmarking Alliance) analysiert die Menschenrechtsstandards von rund 100 führenden Unternehmen aus fünf Hochrisiko-Sektoren. Der Gesamtscore von General Motors betrug im Jahr 2026 41,7 von möglichen 100 Punkten.

Ein derart niedriger Gesamtscore weist auf unzureichende Regelungen und Strukturen zum Schutz von Menschenrechten innerhalb des Unternehmens hin. Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (UNGPs) schreiben Unternehmen jedoch die Verantwortung zu, Menschenrechte zu respektieren („responsibility to protect“). Die Unternehmen sind aufgefordert, ihrer Sorgfaltspflicht nachzukommen, um negative Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte zu vermeiden, zu verringern oder auszugleichen, auch und gerade entlang ihrer Lieferkette.

Besonders schwerwiegend waren die Defizite von General Motors in den Messbereichen A ("policy commitments") mit einem Score von 37,5, D ("human rights due diligence") mit einem Score von 21,7, und E ("remedies and grievance mechanisms") mit einem Score von 37,5 ausgeprägt.

Ausgehend von der Methodik der CHRB zeigt das schlechte Ergebnis in Bereich A, dass das Unternehmen seine Verantwortung, Menschenrechtsstandards zu achten, formell nicht klar genug anerkennt. Der niedrige Score in Bereich D bedeutet wiederum, dass das Unternehmen keine ausreichenden Prozesse installiert hat, um seinen menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachzukommen. Es verfügt nicht ausreichend über Systeme, um in Echtzeit seine Aktivitäten auf mögliche menschenrechtliche Risiken zu überprüfen und bei Bedarf darauf zu reagieren. Dazu gehört auch, die Effektivität und Wirkung eventueller Maßnahmen zu überprüfen und transparent nach außen zu kommunizieren. In Bereich E weist das schlechte Ergebnis darauf hin, dass das Unternehmen bei eintretenden Menschenrechtsverletzungen bzw. -einschränkungen nur unzureichend Abhilfe verschafft und sich wenig kooperativ und lösungsorientiert zeigt.
Liste der Unternehmen der Corporate Human Rights Benchmark (Stand: Mai 2026)

Anzahl laufender Anleihen 17
Anzahl beinhaltender Fonds 276
Fonds, die Aktien oder Anleihen des Unternehmens halten
ISIN des Fonds Name Bemerkung Gesamthöhe kontroverser Beteiligungen Höhe der Beteiligung in General Motors Co.
NL00150004M2 1895 Aandelen Macro Opportunities Fonds D EUR ESG-Fonds
19.87%
0.02%
NL0014065450 1895 Wereld Aandelen Enhanced Index Fonds D ESG-Fonds
22.09%
0.06%
NL0015436049 1895 Wereld Bedrijfsobligaties Fonds D Inc EUR ESG-Fonds
8.1%
0.06%
NL0014270340 1895 Wereld Multifactor Aandelen Fonds D Inc EUR ESG-Fonds
19.4%
0.2%
AT0000VALUE6 3 Banken Value-Aktienstrategie R
34.67%
0.47%
LU0327386487 AL GlobalAktiv+ LC
15.12%
0.31%
LU0933100637 Allianz Best Styles US Equity AT (EUR) ESG-Fonds
18.2%
0.47%
LU2337294347 Allianz Capital Plus Global CT-EUR ESG-Fonds
7.55%
0.22%
LU2324796635 Allianz Global Capital Plus WT6-EUR ESG-Fonds
8.04%
0.22%
LU2621005292 Allianz Global Diversified Dividend Ag-EUR ESG-Fonds
31.75%
0.11%

Die Erläuterungen zu den einzelnen Unternehmen basieren auf den jeweils zugrunde liegenden Quellen und entsprechen den dort angewendeten methodischen Ansätzen. Die Bewertung eines Unternehmens und seinen Aktivitäten hängt also maßgeblich von den verwendeten Indikatoren und Definitionen ab. Dies kann dazu führen, dass z.B. Ratingagenturen oder einzelne Anbieter zu anderen Bewertungen eines Unternehmens kommen als Faire Fonds.

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